ICH WAR MIT MEINEM MANN UND SEINER FAMILIE AUF KREUZFAHRT: SO HAT ES TROTZ UNTERSCHIEDLICHER REISESTILE FUNKTIONIERT

Letztendlich hat unsere Kreuzfahrt mit der Familie allen viel Spaß gemacht, und wir haben auch darauf geachtet, Zeit für uns zu haben.

Mein Mann Trent und ich sind erfahrene Reisende. Wir haben in etwa die Hälfte der amerikanischen Nationalparks erkundet, sind Kajak gefahren, geradelt und sogar geschnorchelt, und wir haben monatelange Reisen in Länder wie Italien und Deutschland unternommen. Wir haben gecampt, sind mit Freunden gereist, haben Freizeitparks besucht und All-inclusive-Resorts ausprobiert – und uns sogar auf Reisen verlobt.

Zwei Dinge hatten wir jedoch noch nie gemeinsam getan: mit der Familie reisen und eine Kreuzfahrt machen.

Letztes Jahr haben wir beides gleichzeitig nachgeholt – mit einer einwöchigen Alaska-Kreuzfahrt der Holland America Line, zusammen mit Trents Mutter, seiner Schwester, einer Tante, einem Onkel und dessen Freundin.

Trotz sehr unterschiedlicher Reisestile hatte unsere Gruppe insgesamt eine wunderbare Zeit.

Jeder kam bei dieser Reise auf seine Kosten

Trent und ich haben an Bord Kunstkurse besucht.

Schon vor dem Ablegen waren wir uns einig: Jeder sollte den Urlaub bekommen, den er sich wünschte – und genau darin liegt die große Stärke einer Kreuzfahrt. Das Angebot an Bord und an Land war so vielfältig, dass jeder auf seine Kosten kam.

Trents Mutter, Schwester und Tante nutzten die Zeit zum Shoppen, während sein Onkel und dessen Freundin sich an der Pool-Bar entspannten. Trent und ich hielten uns trotz der Kälte viel auf den Außendecks auf und genossen die Landschaft. Wir besuchten Kunstkurse und fanden gemütliche Ecken an Bord, wo wir bei einer Tasse Kaffee lesen konnten.

Sogar eine LGBTQ+-Gruppe entdeckten wir an Bord, die sich jeden Abend in derselben Bar traf – und wir verließen das Schiff am Ende mit neuen Freunden.

Damit Trent und ich auf dieser großen Familienreise auch Zeit für uns allein hatten, buchten wir an einem der Seetage einen Termin im Spa. So verbrachten wir den Morgen in der Thermalsuite, den Nachmittag mit der Familie und kehrten abends für unsere Massagen ins Spa zurück.

Eigene Ausflüge ließen uns unsere Abenteuerlust ausleben

Bei Ausflügen ging mein Geschmack eher in Richtung körperlicher Aktivitäten.

Trent und ich sind im Urlaub sehr aktiv. Wir sind am liebsten in Bewegung – ob beim Besuch eines Museums, beim Besteigen eines Berges oder beim Wildwasser-Rafting.

Entsprechend zog es uns zu den abenteuerlicheren Ausflügen: Kanufahren zu einem Gletscher, Offroad-Touren im Jeep oder eine Mountainbike-Abfahrt. Der Rest der Familie bevorzugte entspanntere Aktivitäten wie Stadtrundgänge und Lachsgrillen am Lagerfeuer.

Also trennten wir uns – was sich als echte Wohltat erwies. Nach den gemeinsamen Tagen tat etwas Abstand gut, damit niemand dem anderen auf die Nerven ging. Und als Bonus hatten wir abends an Bord jede Menge zu erzählen.

Egal was passierte, wir haben immer gemeinsam gegessen

Beim Abendessen kamen wir wieder ins Gespräch und erzählten uns, was wir am Nachmittag erlebt hatten.

Die Mahlzeiten waren ein idealer Treffpunkt, um den Tag Revue passieren zu lassen.

Morgens besprachen wir beim Frühstück unsere Pläne für den Tag – manchmal verabredeten wir uns dabei auch für gemeinsame Aktivitäten. Wenn es sich ergab, trafen wir uns auch zum Mittagessen. Das Abendessen aber aßen wir immer zusammen.

Da wir das "Have It All"-Paket von Holland America gebucht hatten, war sogar ein Abendessen in einem der Premium-Restaurants inklusive. Alle machten sich fein. Es war der 4. Juli, der amerikanische Nationalfeiertag, also erschien ein Teil der Familie in Rot, Weiß und Blau – und wir saßen gemeinsam an einer großen Tafel.

Das hatte eine besondere Bedeutung: In früheren Jahren trafen wir uns an diesem Tag stets bei meiner Schwiegermutter zum Grillabend. Das festliche Dinner fühlte sich an wie eine neue Art, diese Tradition zu ehren.

Dazu hatten wir jede Menge Spaß beim Kartenspielen und bei Quizabenden

Eine Kreuzfahrt ist die beste Art, einen Familienurlaub mit vielen Personen zu gestalten.

Zu den Bordaktivitäten, die allen gleichermaßen Spaß machten, gehörte das Musikquiz. Jeden Nachmittag kamen wir dafür zusammen – jedes Mal war ein anderes Jahrzehnt dran, von den Sechzigern bis in die Zweitausender. Es war amüsant zu beobachten, welche Familienmitglieder bei welcher Ära die meisten Antworten wussten.

Daneben fanden wir auch abseits des offiziellen Programms unsere gemeinsame Zeit. Das Schiff verfügte über einen großzügigen Spieleraum mit beeindruckendem Ausblick und einer Bar in der Nähe. Abends trafen wir uns dort zu hitzigen Runden Uno oder Euchre.

Trents Tante lebt am anderen Ende des Landes – es war erst das zweite Mal, dass ich wirklich Zeit mit ihr verbrachte. Beim Kartenspielen konnten wir uns besser kennenlernen.

Unterm Strich erwies sich eine Kreuzfahrt als ideale Form des Familienurlaubs

Nach der Reise unternahmen wir eine Wanderung im Denali-Nationalpark. Wir verlängerten unsere Reise, um noch einige Abenteuer in Alaska zu erleben. 

Trent und ich hatten eine tolle Zeit auf der Kreuzfahrt – wussten aber schon bei der Buchung, dass wir noch mehr Aktivität brauchen würden, als selbst die Ausflüge bieten konnten. Nach dem Aussteigen verabschiedeten wir uns von der Familie und verbrachten noch eine weitere Woche in Anchorage und im Denali-Nationalpark. Wir wanderten, trafen Schlittenhunde und machten Wildwasser-Rafting – eine dringend nötige Ergänzung nach einer Woche an Bord.

So sehr ich es geliebt habe, so viel Zeit mit meinen Schwiegereltern zu verbringen – Trent und ich schätzten auch die Momente zu zweit.

Für mich ist eine Kreuzfahrt die beste Art, einen Mehrgenerationenurlaub zu gestalten. Es ist für jeden etwas dabei – mit vielfältigen Möglichkeiten, Zeit gemeinsam oder auch getrennt zu verbringen.

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2026-04-12T12:56:22Z