ABSEITS DES MASSENTOURISMUS: 10 GEHEIMTIPPS FüR URLAUB IN DEUTSCHLAND

Viele Reisende zieht es im Urlaub in ein anderes Land Europas, manche möchten regelmäßig eine Fernreise machen. Doch auch Urlaub vor der Haustür wird immer beliebter und kann besonders klimaschonend sein. Vielleicht hast du bereits viel von Deutschland erkundet, seien es Metropolen wie Berlin und München oder beliebte Urlaubsregionen wie der Schwarzwald sowie die Ost- und die Nordseeküste.

Wenn du dich fragst, welche weniger besuchte Region in Deutschland für deinen nächsten Urlaub infrage kommt, haben wir ein paar Reisetipps für dich: zehn Geheimtipps für Deutschland.

Reisetipps für Deutschland

Donaudurchbruch, Bayern

Hast du schon einmal von dem Donaudurchbruch bei Kelheim in Bayern gehört? Er ist auch als Weltenburger Enge bekannt und ein etwa 80.000 Jahre altes Naturdenkmal, wo sich die Donau durch bis zu 80 Meter hohe Kalksteinfelsen schlängelt. Das Gebiet steht schon seit 1840 unter Schutz und ist damit eines der ältesten Naturschutzgebiete in Bayern, teilt die Deutsche Zentrale für Tourismus mit.

Witzig: Die skurrilen Felsformationen wurden zum Teil auf Namen wie „Kuschelfelsen“, „Napoleons Koffer“ oder „Versteinerte Jungfrau“ getauft. Am besten erkundest du sie bei einer Schifffahrt oder einer Wanderung. Bootstouren starten zum Beispiel ab Kelheim zum Kloster Weltenburg und führen durch die imposante Felslandschaft. Während der Fahrt gibt es Informationen zu Geologie und Geschichte der Gegend.

Von Kelheim führt aber zum Beispiel auch ein etwa sieben Kilometer langer Wanderweg zum Kloster Weltenburg. Es geht durch verwunschen wirkende Wälder und entlang der Donau. Dabei eröffnen sich die verschiedensten Perspektiven auf die Felsen. Der krönende Abschluss ist eine Fahrt über die Donau in einer historischen Zille oder mit der Seilfähre.

Nicht verpassen solltest du außerdem das Kloster Weltenburg. Das Benediktinerkloster liegt am Ausgang des Donaudurchbruchs und wartet unter anderem mit der angeblich ältesten Klosterbrauerei weltweit auf. Wenn der Biergarten im Kloster geöffnet hat, kannst du das Klosterbier gleich verkosten.

Unesco-Geopark Schwäbische Alb, Baden-Württemberg

Wenn du dich für Natur, Geologie oder Geschichte interessierst – oder alles drei –, ist der Unesco-Geopark Schwäbische Alb in Baden-Württemberg ein Top-Geheimtipp in Deutschland für dich. Die Karstlandschaft erstreckt sich über etwa 6200 Quadratkilometer und bietet eine Menge Aktivitäten für Groß und Klein.

Ein Highlight sind die Schauhöhlen des Geoparks, von denen es mehr als 2800 geben soll, und zwölf davon stehen zum Besuch offen. Unser Tipp: Starte mit der Wimsener Höhle (beziehungsweise Friedrichshöhle), denn sie ist bekannt als einzige Schauhöhle Deutschlands, die mit dem Boot befahren werden kann. Du gleitest 70 Meter hinein in die insgesamt 1260 Meter lange Höhle, denn danach reicht der Wasserspiegel bald bis zur Höhlendecke! Gleichzeitig gilt die Wimsener Höhle als tiefste erforschte Wasserhöhle.

Wer gern wandert, hat im Geopark Schwäbische Alb eine Auswahl an verschiedenen Wegen, darunter den Neandertalerweg. Dabei begibst du dich auf eine Zeitreise zu Fundstellen der ältesten menschlichen Kunstwerke. Eine Top-Attraktion ist die Löwenmensch-Figur, die in einer Alb-Höhle entdeckt wurde.

Auch Fossilien-Liebhaberinnen und ‑Liebhaber kommen auf ihre Kosten, sei es in den verschiedenen Museen des Geoparks oder an den steilen Felswänden der Alb. Wer genau hinschaut, entdeckt dort nämlich versteinerte Überreste aus der Urzeit. Damit nicht genug, verbergen sich in der malerischen Landschaft mehr als 150 Burgen und Schlösser. Eines der schönsten ist das romantische Schloss Lichtenstein, das den Beinamen „Märchenschloss Württembergs“ trägt und aus dem 19. Jahrhundert stammt.

Unesco-Biosphärenreservat Rhön, Bayern/Hessen/Thüringen

Das Unesco-Biosphärenreservat Rhön ist ein Geheimtipp im Herzen Deutschlands, denn es erstreckt sich über drei Bundesländer: Bayern, Hessen und Thüringen. Hinter dem Namen versteckt sich eine ganz besondere Mittelgebirgslandschaft, die wegen ihrer sanften Berge auch „Land der offenen Fernen“ genannt wird. Dort erwarten dich die verschiedensten Natur- und Kulturattraktionen.

Typisch für die Landschaft im Biosphärenreservat sind die abgerundeten Bergspitzen, sogenannte Basaltkuppen. Die meisten davon sind nur spärlich bewaldet, wodurch sich immer wieder tolle Panoramablicke eröffnen – an klaren Tagen sogar bis zum Thüringer Wald oder zum Spessart. Am besten erkundest du diese Natur beim Wandern oder auf Fahrradtouren. Unter anderem gibt es vor Ort mehrere Premiumwanderwege wie den 150 Kilometer langen „Hochrhöner“, eine der schönsten Wanderrouten Deutschlands.

Höchster Berg der Rhön ist die Wasserkuppe mit ihren 950 Metern. Sie zieht jedes Jahr viele Segelflugbegeisterte an und beheimatet ein Segelflugmuseum zur Geschichte dieses Flugsports. Außerdem kannst du dort Gleitschirm fliegen! In der warmen Jahreszeit ist die Wasserkuppe ein beliebtes Ausflugsziel von Wandernden, im Winter ist bei ausreichend Schnee Skifahren angesagt.

Das Unesco-Biosphärenreservat Rhön beheimatet darüber hinaus Moorlandschaften wie das Schwarze Moor und das Rote Moor – zwei der wichtigsten Hochmoore Mitteleuropas. Du kannst sie auf Holzstegen durchwandern und mit etwas Glück einige der dort heimischen seltenen Tiere erspähen.

Und wenn du einen freien Blick in den nächtlichen Sternenhimmel liebst, hier die beste Nachricht: Der „Sternenpark Rhön“ wurde aufgrund seiner geringen Lichtverschmutzung von der Dark Sky Association bereits 2014 zum Sternenpark ernannt. Besonders spannend für alle, die gern Sterne gucken, ist eine geführte astronomische Wanderung.

Hunsrück-Hochwald-Nationalpark, Rheinland-Pfalz/Saarland

Der erst 2015 gegründete Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist noch ein echter Geheimtipp in Deutschland. Er zieht sich über etwa 10.000 Hektar von den Hochlagen des Hunsrücks in Rheinland-Pfalz bis ins Saarland, umgeben von den Städten Koblenz, Saarbrücken, Trier, Kaiserslautern und Mainz. Wenn du Ruhe in zum Teil urwüchsigen Wäldern suchst mit der Chance, dabei Tiere wie Wildkatzen zu erspähen, ist der Nationalpark ein tolles Ausflugsziel.

Ein schöner Einstieg sind die „Nationalpark-Tore“ an mehreren Standorten – Besucherzentren, wo du mehr über den Nationalpark, seine Flora und Fauna lernst, unter anderem durch interaktive Ausstellungen. Sie dienen zudem als Ausgangspunkte für Touren.

Durch den Nationalpark führen verschieden lange Wanderwege, darunter der Fernwanderweg Saar-Hunsrück-Stieg und die „Traumschleife Gipfelrauschen“ mit nur 7,5 Kilometern, die dich zum Erbeskopf, dem höchsten Gipfel von Rheinland-Pfalz, führt. Dazu gesellen sich weitere sogenannte Traumschleifen – die Homepage verrät, wie lang und schwierig sie sind.

Neben den Wanderrouten gibt es zehn beschilderte Fahrradwege durch den Nationalpark. Die längste davon ist die 34,4 Kilometer lange Nationalpark-Radquerung von Wildenburg zum Keltenpark (oder umgekehrt). Falls du dir bei deinen Touren Zeit lassen und die Natur nicht so schnell verlassen möchtest, bietet der Nationalpark „Trekking-Camps“ beziehungsweise Trekking-Plätze, wo du in der Natur übernachten darfst.

Hönnetal, Sauerland, Nordrhein-Westfalen

Vielleicht warst du schon öfter zu Ausflügen im Sauerland in Nordrhein-Westfalen – aber hast du schon mal vom Hönnetal dort gehört? Es wird sogar zu den „romantischsten Tälern Deutschlands“ gezählt und liegt im Norden des Sauerlandes am Fluss Hönne und zwischen den Städtchen Balve und Menden. Die Highlights der Region sind neben einzigartigen Kalksteinformationen auch teilweise wilde Wälder und Höhlen.

Das Hönnetal ist Heimat mehrerer sehenswerter Höhlen, doch eine darfst du keinesfalls missen: die Balver Höhle, die als „größte offene Kulturhöhle Europas“ bekannt ist. Heute dient sie als Veranstaltungsort für kulturelle Events. Faszinierende Tropfsteinformationen findest du dagegen in der Reckenhöhle in Balve-Binolen und ebenso in der Heinrichshöhle in Hemer-Sundwig. Neben Tropfsteinen bietet diese auch fossile Funde wie Überreste von Höhlenbären.

Outdoor-Aktive dürfen sich im Hönnetal auf ein großes Netz an Wander- und Radwegen freuen. Besonders schön: der Sauerland-Höhenflug und die Sauerland-Waldroute, bei denen du die vielseitige Landschaft erkundest und immer wieder mit tollen Weitsichten belohnt wirst. Wenn du eine Radtour am Fluss entlang unternehmen möchtest, bietet sich stattdessen der Hönnetal-Radweg an.

Doch das Hönnetal ist nicht nur für Naturfans ein toller Geheimtipp in Deutschland, sondern auch für Kulturinteressierte. Beispielsweise steht in Balve-Wocklum die Luisenhütte zum Besuch offen, ein Industriedenkmal und die angeblich älteste erhaltene Hochofenanlage Deutschlands. Im heutigen Museum erfährst du viel über die frühe Eisenverhüttung. Das Kettenschmiedemuseum in Fröndenberg dreht sich dagegen um die traditionelle Handwerkskunst des Kettenschmiedens – ein wichtiger Bestandteil der industriellen Vergangenheit des Sauerlands.

Spiekeroog, Niedersachsen

Wen du reif bist für die Insel, dort aber möglichst deine Ruhe haben möchtest, empfehlen wir die autofreie ostfriesische Insel Spiekeroog an der Nordseeküste Niedersachsens. Sie liegt zwischen Langeoog im Westen und Wangerooge im Osten und ist Teil des Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeer. Du erreichst Spiekeroog in etwa 50 Minuten mit der Fähre ab Neuharlingersiel.

Auf gut 18 Quadratkilometern erwartet dich auf der Insel eine idyllische Dünen- und Strandlandschaft, allen voran ein 15 Kilometer langer Sandstrand, der sich die gesamte Nordküste entlang erstreckt. Dort sind im Sommer Sonnenbaden und Schwimmen angesagt, während du zu jeder Jahreszeit ausgedehnte Spaziergänge am Wattenmeer unternehmen kannst.

Apropos Wattenmeer: Im Nationalpark-Haus Wittbülten lernst du mehr über die Pflanzen und die Tiere des Wattenmeeres, und zwar anhand einer Dauerausstellung und einer Aquarienanlage, die nicht nur Kinder begeistert. Empfehlenswert ist auch eine Wattwanderung mit Guide, bei der du immer wieder überrascht wirst, wie viel Leben in der schlammigen Weite aus Sand und Wasser steckt.

Spiekeroog eignet sich auch für entspannte Wander- und Fahrradtouren durch Wälder, Wiesen und an der Nordsee entlang. Wenn du die Landschaft lieber auf dem Rücken eines Pferdes erkundest, gibt es geführte Ausritte am Strand oder durch die Dünen. Ein weiteres Inselhighlight: eine Fahrt mit der nostalgischen Museumspferdebahn vom früheren Bahnhof zum Westend, die während der Hauptsaison mehrmals täglich über die Insel zuckelt (Fahrtdauer: circa 15 Minuten).

Geschichtsinteressierte erfahren im Inselmuseum viel über die Geschichte Spiekeroogs, sei es zum Thema Schifffahrt oder Entwicklung des Nordseebades. Ebenso interessant ist der „Historische Rettungsschuppen“, der von Spiekeroogs maritimer Geschichte zeugt und von der Bedeutung der Seenotrettung für die Menschen auf der Insel.

(Die) Zschopau, Sachsen

Der Name Zschopau bezeichnet nicht nur eine Stadt in Sachsen (rund 15 Kilometer südlich von Chemnitz) mit gut 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, sondern auch einen 130 Kilometer langen Fluss. Die Region ist ein toller Geheimtipp im Osten Deutschlands für alle, die einen Städtetrip mit Aktivitäten in der Natur verbinden möchten.

Die Stadt Zschopau wird auch „Motorradstadt“ genannt, denn sie steht unter anderem für die Motorradproduktion. Dieser Geschichte kannst du zum Beispiel auf Schloss Wildeck, dem Stadtwahrzeichen, nachgehen. Die historische Burganlage hoch über dem Fluss Zschopau beheimatet nämlich unter anderem eine Ausstellung zum Thema „Motorradträume“ rund um die Tradition des Motorradbaus in Zschopau. Ein Highlight für Motorradfans sind die historischen Motorräder.

Auch wenn du dich nicht für Motorräder interessierst, lohnt sich ein Bummel durch die historische Altstadt mit ihren pittoresken, hübsch restaurierten Bürgerhäusern. In der Sankt-Martins-Kirche in der Altstadt kannst du die drittgrößte Barockorgel in Sachsen bewundern. Den schönsten Blick über den Ort und die Umgebung bekommst du vom Bergfried namens „Dicker Heinrich“ aus, heute ein Aussichtsturm.

Nachdem du das Städtchen erkundet hast, bietet die Flusslandschaft der Zschopau Ruhe und Erholung in der Natur. Du kannst entlang des Flussufers wandern oder Fahrrad fahren, im Sommer aber auch Boots- und Kanufahrten unternehmen. Der Zschopautalweg reicht mit 130 Kilometern durch das gesamte Tal, doch auch nur eine Etappe auf der Strecke führt dich hinein in das Idyll der Region. Daneben gibt es den Zschopautalradweg, auch „Königsweg des Erzgebirges“ genannt, der insgesamt 137 Kilometer misst.

Bei einigen Touren wirst du auf weitere Highlights der Region stoßen, etwa auf die romantische Burg Scharfenstein mit dem Museum „Sehnsucht nach dem Licht“. Dort lernst du alles über typisch erzgebirgische Spielzeuge sowie die Volkskunst. Interessierst du dich für Astronomie? Dann ist die Volkssternwarte samt Planetarium in Drebach eine Top-Sehenswürdigkeit für dich.

Uckermark, Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern

Hast du schon einmal Urlaub in der Uckermark in Erwägung gezogen? Diese vergleichsweise wenig besuchte Region im Nordosten Deutschlands, gut 100 Kilometer nördlich von Berlin, liegt überwiegend in Brandenburg, reicht aber bis nach Mecklenburg-Vorpommern hinein. Sie gilt als eine der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands, beheimatet dafür aber umso mehr zum Teil ursprüngliche Natur.

Die Uckermark ist eine sehr wasserreiche Gegend mit mehr als 500 Seen, Flüssen und Bächen. Deswegen ist sie ein tolles Reiseziel für alle, die gern Kanu oder Kajak fahren, schwimmen oder auch angeln. Besonders schön sind geführte Kanutouren mit Natur-Guides, wobei du mehr über die Pflanzen und die Tiere vor Ort lernst.

Jedoch eignet sich ein Uckermark-Besuch nicht nur für Wasserratten: Über 1200 Kilometer an Wanderwegen führen durch die Region, ebenso wie 1600 Kilometer an Fahrradwegen. Du kannst dir zum Beispiel eine Etappe auf Fernwanderwegen wie der Uckermärker Landrunde oder dem Jakobsweg Stettin–Berlin aussuchen oder auf dem Uckermärkischen Radrundweg durch malerische Dörfer und flache Landschaften radeln.

Neben ihrer Natur bietet die Uckermark zahlreiche kulturelle Erlebnisse, darunter historische Dörfer oder Städte wie Angermünde, Prenzlau oder Templin. Immer wieder stößt du auf gut erhaltene Altstadtkerne voller Fachwerkhäuser und mit sehenswerten Kirchen. Auch Schlösser und Herrenhäuser gibt es in der Region. Unser Favorit: das romantische Renaissanceschloss Boitzenburg aus dem 16. Jahrhundert, das eines der größten Schlösser Brandenburgs ist.

Falls du nachhaltig reisen möchtest, hier eine weitere gute Nachricht: Die Uckermark wurde bereits 2018 als „Nachhaltiges Reiseziel“ zertifiziert – ein Siegel, das bestätigt, wie sehr sich eine Region für umweltfreundlichen Tourismus einsetzt. Du findest unter anderem viele E‑Bike-Verleihstationen und Unterkünfte, die Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Vier- und Marschlande, Hamburg

Warst du schon mal in Hamburg und hast dabei die Elbphilharmonie, die Reeperbahn und andere weltbekannte Attraktionen besucht? Dann ist es an der Zeit, bei deiner nächsten Städtereise einen Geheimtipp in Hamburg kennenzulernen: die Vier- und Marschlande, oft als „Hamburgs Gemüsegarten“ bezeichnet.

Die Region im Südosten Hamburgs besteht aus zwölf Stadtteilen im Bezirk Bergedorf. Sie ist geprägt von einer Vielzahl an Grünflächen, historischen Bauernhäusern und besonderen kulturellen Highlights. Die Vier- und Marschlande umfassen stolze vier Naturschutzgebiete, darunter Hamburgs größtes Naturschutzgebiet, die Kirchwerder Wiesen. Dort kannst du auf dem flachen Land spazieren gehen und mit etwas Glück einige der dort lebenden und brütenden Vögel erspähen.

Bei den Einheimischen selbst sind Fahrradtouren durch die Marschlandschaft beliebt, an Deichen und Wiesen vorbei oder an der alten Bahntrasse. Daneben fließen Flüsse und Kanäle durch die Region, darunter die Dove Elbe, auf der du Kanu fahren oder dich im Stand-up-Paddling üben kannst. Das Ufer mit seinen Wiesen, die von Frühling bis Herbst bunte Blumen zieren, laden immer wieder zu einem Stopp und Picknick ein.

In den Vier- und Marschlanden tauchst du außerdem ein in die ländliche Geschichte Hamburgs. Neben Fachwerkhäusern mit Reetdächern wie aus dem Bilderbuch stößt du auch auf Kirchen im Barockstil, Mühlen und Museen. Ein Highlight ist das Rieck-Haus-Freilichtmuseum, ein traditionsreiches Bauernhaus, wo man sich fühlt wie im Landleben vor mehreren Hundert Jahren. Die schönste Mühle der Region, die an manchen Wochenenden zum Besuch offen steht, ist die Riepenburger Mühle, eine Holländermühle aus dem 19. Jahrhundert.

In „Gemüsegarten Hamburgs“ gibt es natürlich auch viele Hofläden und Wochenmärkte, wo du das regionale Gemüse und Obst kaufen oder Spezialitäten der Gegend verkosten kannst.

Geltinger Birk, Schleswig-Holstein

Wenn du noch nie von der Geltinger Birk in Schleswig-Holstein gehört hast, liegt das vielleicht daran, dass auch sie ein echter Geheimtipp im Norden Deutschlands ist – obwohl sie mit ihren rund 773 Hektar als größtes Naturschutzgebiet im Kreis Schleswig-Flensburg gilt. Sie liegt auf einem Zipfel im äußersten Nordosten Schleswig-Holsteins, der in die Flensburger Förde übergeht.

Dünenlandschaften, Sumpf- und Heideflächen, Moore oder Wälder der Geltinger Birk erkundest du am besten auf den gut beschilderten Wanderwegen, darunter der 13,4 Kilometer lange „Wanderweg Möve“ oder der 10,4 Kilometer lange „Wanderweg Highland“. Zu den besonderen Tieren, die du dabei sehen kannst, zählen Hochlandrinder ebenso wie Konik-Wildpferde, die es sich auf den Weideflächen schmecken lassen.

Als Top-Attraktion und Wahrzeichen der Geltinger Birk gilt die historische Mühle namens Charlotte, 1826 errichtet. Von dort starten auch schöne Ausflugsmöglichkeiten, unter anderem zur Ostsee, wo sich Wasservögel beobachten lassen oder du einfach das Küstenpanorama genießen kannst. Falls du im Frühling oder im Herbst vor Ort bist, wirst du sehen, wie Tausende Zugvögel auf den Weiden und Feldern der Region rasten.

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2025-08-19T14:50:34Z