ACHTUNG, ITALIEN-URLAUBER: NEUES BLITZERSYSTEM ERKENNT MEHR ALS DIE GESCHWINDIGKEIT

Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen groß, die Lieblingsziele seit Jahren ähnlich. Während Spanien und die Türkei 2025 die beliebtesten Destinationen für Auslandsreisen waren, lag Italien auf Rang 3 der Favoritenliste

Das Auto bleibt dabei das meistgenutzte Verkehrsmittel der Deutschen. Viele Menschen machen von der Möglichkeit Gebrauch, über Österreich und den Brennerpass oder die Schweiz und die Gotthard-Route zu fahren, statt zu fliegen. So sind gerade Familien auch vor Ort mobil und unabhängig, etwa für Ausflüge. 

Doch wer mit dem Auto in Italien unterwegs ist, sollte aufpassen. Einerseits ist Italien in Europa als „das Land der Blitzer“ bekannt, wenngleich aufgrund neuer Regelungen viele von ihnen jüngst brach lagen. Doch seit dem vergangenen Jahr haben die Kontrollsysteme auf der Autobahn ein Upgrade erhalten. 

Die Section-Control-Systeme, die in Italien „Tutor“ heißen, überwachen mit Kameras und Sensoren nicht nur einzelne Stellen auf den Schnellstraßen, sondern ganze Abschnitte. Sie ermitteln Einfahrt und Ausfahrt eines Autos aus dem Bereich und berechnen daraus eine Durchschnittsgeschwindigkeit. Liegt diese über dem erlaubten Tempolimit, flattert eine Rechnung in Ihren Briefkasten.

Tutor 3.0 kann mehr als nur Geschwindigkeit messen

Einem Bericht der Auto, Motor und Sport zufolge hat das System im vergangenen Jahr ein Update erhalten. „Tutor 3.0“ kann jetzt auch Verstöße gegen den Sicherheitsabstand, riskante Überholmanöver oder das unerlaubte Nutzen des Seitenstreifens erkennen. Da es auch zwischen verschiedenen Fahrzeugtypen unterscheiden kann, bleiben auch Verstöße durch Lastwagenfahrer nicht vor den künstlichen Augen verborgen. 

Die Bußgelder für eine Geschwindigkeitsüberschreitung, die Sie im Falle von Verstößen auch bis zurück in die Heimat verfolgen, können schnell unheimlich teuer werden. Mehr als 60 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit schlagen schon mit bis zu fast 3.400 Euro zu Buche. 

Ob Tutor auf Ihrer geplanten Strecke im Einsatz ist, teilt die Autobahngesellschaft „Autostrade per L'Italia“ im Übrigen auf einer eigens eingerichteten Website mit. Noch besser jedoch, Sie halten sich an die Regeln und kommen gar nicht erst in die Verlegenheit, dem Blitzersystem in die Falle zu gehen. 

2026-05-20T13:13:38Z